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Schriftlich addieren und subtrahieren

Das Verfahren ist nur der letzte Schritt. Vorher muss das Kind wissen, warum es Zehner und Hunderter überträgt.

Was passiert da?

In Klasse 3 kommt das schriftliche Verfahren: Zahlen werden stellengerecht untereinander geschrieben und von rechts nach links gerechnet, Einer, Zehner, Hunderter. Wird eine Spalte größer als 9, wandern 10 Einer als ein Zehner in die nächste Spalte. Das ist nichts anderes als das Bündeln aus dem Zahlenraum bis 1000.

Deshalb steht im Buch erst das halbschriftliche Rechnen in Schritten, dann das Verfahren. Wer 10 Einer = 1 Zehner verstanden hat, rechnet die Spalten mit Sinn und nicht nach Rezept.

Was zuhause hilft

Kariertes Papier hilft: eine Ziffer pro Kästchen, die Stellen stehen von selbst untereinander. Die meisten Fehler sind Ordnungsfehler, keine Rechenfehler.

Lassen Sie vor dem Rechnen überschlagen: 478 + 233 ist ungefähr 500 + 200. Kommt 611 heraus, stimmt etwas nicht. Der Überschlag ist die beste Selbstkontrolle, und er braucht nur zehn Sekunden. Bei der Subtraktion hilft die Probe: Das Ergebnis plus die abgezogene Zahl muss die Ausgangszahl ergeben.

Was dabei schiefgehen kann

Der Klassiker ist die Subtraktion mit Übertrag: Ein Kind rechnet in jeder Spalte „die größere minus die kleinere“ und dreht damit 4 − 7 zu 7 − 4 um. Dann hilft die Frage „Kann ich 7 von 4 wegnehmen?“ und das Entbündeln: Ein Zehner wird zu 10 Einern, aus 4 werden 14.

Vergessene Überträge sind der zweite Klassiker. Der kleine Übertragsstrich unter der Zeile ist kein Schmuck, sondern der Merkzettel. Hilft er nicht, zurück zum halbschriftlichen Rechnen: Wer die Schritte schreibt, vergisst nichts.

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