Was passiert da?
In Klasse 4 lernt Ihr Kind, große Zahlen untereinander zu teilen, zum Beispiel 5.376 : 8. Das Verfahren läuft immer im gleichen Rhythmus ab: eine Ziffer nach der anderen teilen, das Ergebnis mit dem Teiler zurückmultiplizieren, vom Rest abziehen und die nächste Ziffer herunterholen.
Das wirkt am Anfang lang, ist aber nichts anderes als das Einmaleins, nur Stelle für Stelle. Wer das kleine Einmaleins sicher kann, hat das Schwerste schon im Kopf.
Was zuhause hilft
Kästchenpapier verwenden und jede Ziffer in ein eigenes Kästchen schreiben. Die meisten Fehler entstehen, weil die Ziffern verrutschen und die Stellen nicht mehr untereinander stehen.
Vor dem Rechnen schätzen lassen: 7.912 : 38 ist ungefähr 8.000 : 40, also etwa 200. Das Ergebnis muss in dieser Gegend liegen, sonst stimmt etwas nicht. Danach die Probe machen: Ergebnis mal Teiler plus Rest muss wieder die Ausgangszahl ergeben. Die Probe ist die Umkehraufgabe, und sie gibt Ihrem Kind die Sicherheit, ohne Sie nachzufragen, ob das Ergebnis stimmt.
Was dabei schiefgehen kann
Die häufigste Falle sind Nullen im Ergebnis. Bei 4.056 : 8 gehen die 40 genau auf (5), danach passt die 8 nicht in die 5 der nächsten Stelle. Dort gehört eine 0 hin (507). Kinder lassen diese Null gern weg und schreiben 57. Hier hilft wieder die Schätzung: 4.000 : 8 sind 500, nicht 50.
Bei zweistelligen Teilern fällt die Frage „Wie oft passt die 38 in die 79?“ schwer. Dann hilft, die 38 auf 40 zu runden und das Ergebnis anschließend mit der echten Zahl zu prüfen. Nicht ärgern, wenn das erste Probieren zu groß oder zu klein ausfällt: Auch das gehört zum Verfahren.

